Marktdetails

Preise, Daten, Fakten – Holzpellets kaufen im Sommer 2026

Lose Holzpellets haben sich im Mai neuerlich verbilligt und Anfang Juni wird bei Preisen um die 350 Euro je Tonne eine spürbare Marktbelebung erkennbar. Der niedrigste Preis seit Beginn der Heizperiode im Oktober 2025 zieht zunehmend Käufer in den Markt. Das Verbraucherinteresse steigt sprunghaft und die erwartete Bevorratungswelle nimmt Fahrt auf. Der Preis für Sackware stagniert bei 400 Euro je Tonne. Gleiches gilt für die Pelletpreise in Österreich und der Schweiz, die sich bei durchschnittlich 392 Euro bzw. 427 Franken je Tonne eingenistet haben. Sackware ist hier ebenfalls fünf bis 15 Prozent teurer.

Der bundesdeutsche Durchschnittspreis für eine Tonne lose Holzpellets (Gesamtabnahme sechs Tonnen zzgl. Einblaspauschale) ist Anfang Juni auf 350 Euro gefallen. Damit ist für Kunden ein erster psychologisch wichtiger Meilenstein erreicht. Gleichzeitig signalisiert die Preiskurve, dass der Sommer 2026 offenbar keine allzu großen Schnäppchen bereithalten wird. Fasst man das aktuelle Preisniveau und den antizipierten Bedarf zu einer Prognose zusammen, erscheinen Einkaufskonditionen von unter 300 Euro je Tonne, wie sie in den Vorjahren regelmäßig erreicht wurden, derzeit leider unrealistisch. Angesichts der geringen Bevorratung in den Haushalten ist damit zu rechnen, dass bei fallenden Preisen und voranschreitender Jahreszeit stetig neue Käufer auf den Markt strömen und die Preise durch die hohe Nachfrage stabil halten. Bereits 300 Euro je Tonne wären eine große Überraschung. Aus aktueller Sicht deutet sich ein „soft landing“ der Pelletpreise im Bereich zwischen 320 und 350 Euro je Tonne an.

Betrachtet man die regionalen Unterschiede bei HeizPellets24, so zeigt sich ein weitgehend homogenes Preisgefüge mit leichten Vorteilen für Kunden im Süden und Osten Deutschlands. Der Norden und Westen sind etwas teurer. Die niedrigsten Notierungen finden Verbraucher derzeit zwischen Frankfurt und Nürnberg mit rund 335 Euro je Tonne. Auch Stuttgart und München sind mit gut 340 Euro je Tonne vergleichsweise billig. Auf Bundeslandsebene schneidet Thüringen am günstigsten ab. Die Pellet-Hochburgen Bayern und Baden-Württemberg, die zusammen 60 Prozent aller deutschen Pelletheizungen auf sich vereinen, sind mit durchschnittlich 347 Euro etwas teurer.

In Deutschland gab es laut Deutschem Pelletinstitut (DEPI) Ende 2025 rund 760.000 Pelletheizungen, davon gut 300.000 Pelletkaminöfen und 13.000 Großanlagen über 50 KW-Leistung. 2026 soll der bestand um 20.000 Anlagen steigen. Österreich verfügt mit rund 210.000 Pelletheizungen über die relativ höchste Anlagendichte. Hier haben fünf bis sechs Prozent aller Haushalte eine reine Pelletheizung. In der Schweiz werden derzeit nur rund 43.000 Holzpellts-Heizungen gezählt. In Bezug auf die absolute Zahl der Pelletheizung folgt Polen knapp hinter Deutschland mit rund 600.000 Anlagen, von denen allein 2025 40.000 bis 50.000 neu gebaut wurden. Ein staatlich gefördertes Austauschprogramm von Kohle- gegen Biomasseheizungen sorgte hier für einen Boom, der brennstoffseitig nicht unproblematisch war und im vergangenen Winter zu kurzzeitigen Marktverwerfungen führte.

Abgesehen von den klassischen Pellets-Märkten der DACH-Region und den östlichen Nachbarländern stößt man bei der Internet-Recherche auf zwei Absolute „hidden Champions“. Die mit Abstand meisten Pelletheizungen Europas befinden sich demnach in Italien (2,75 Mio.) und Frankreich (ca. 1,3 Mio.). Wohlgemerkt handelt es sich hier allerdings überwiegend um Einzelraumfeuerungsstätten, also Öfen, die bedarfsweise mit Sackware angefeuert werden. -ok-

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