Marktdetails

Holzpellets: Hohe Preise vergleichsweise günstig

Am Pelletmarkt herrsch zum Start in den Herbst das seit Wochen gewohnte Bild: Bei ruhigem Handelsgeschehen zieht es die Preise langsam, aber stetig nach oben. Seit dem Sommer-Tief Mitte Juni sind die Notierungen in den letzten drei Monaten um über 20 Prozent gestiegen und finden sich rund 35 Prozent über dem Stand des Vorjahres wieder. Mit Blick auf das Chartbild wird der höchste Stand seit Januar 2023 erreicht. Um sich dennoch als Gewinner zu fühlen, bleibt Pelletkunden einmal mehr der Blick auf die fossilen Energieträger. Die Preiskapriolen am Ölmarkt erreichten Mitte September ihren vorläufigen Höhepunkt und die Heizölpreise haben sich auf Jahressicht fast verdoppelt. Auch die Gaspreise setzen aktuell zum Sprung an.

Nachdem die Preise für Holzpellets in Deutschland Anfang August die 400-Euro-Marke geknackt haben, zeigt auch der September einen leichten Aufwärtstrend. Im Bundesdurchschnitt erreicht der Tonnenpreis zur Monatsmitte 433 Euro zzgl. Einblaspauschale. Sackware auf Paletten notiert gut 80 Euro höher bei 516 Euro je Tonne. In Österreich werden bei gleichem Preistrend geringfügig höhere Notierungen als in Deutschland aufgerufen, was im Wesentlichen am höheren Mehrwertsteuersatz liegt. In Österreich werden 13 Prozent MwSt. auf Holzpellets fällig, in Deutschland nur sieben. In der Schweiz haben sich die Pelletpreise sowohl für Sackware als auch für lose Ware bei rund 530 Franken je Tonne eingenistet. Der Mehrwertsteuersatz in der Schweiz beträgt 8,1 Prozent, wobei dies dem Normalsatz entspricht, der z.B. auch auf Heizöl und die meisten Waren und Dienstleistungen gilt.

Auch wenn das aktuelle Preisniveau am Pelletmarkt mit Blick auf die letzten zehn Jahre nicht zu überzeugen vermag, können sich Besitzer einer Pelletheizung derzeit ein wenig als Krisengewinner fühlen. Die Heizölpreise sind mit neuen Herbst-Rekorden bereits in die Schlagzeilen geraten und Neuverträge für Erdgas kosten nun zumeist über 12 Cent je kWh. Im Winter könnte es noch einmal empfindlich nach oben gehen. Bei Holzpellets sieht es derzeit weiterhin eher nach einem Soft-Landing in Richtung Jahresende aus. Viele Kunden haben aus den Preisschwankungen der vergangenen Jahre gelernt und sich vorrausschauend bereits im Hochsommer bevorratet. Bei Preisen um die 350 Euro je Tonne gab es im Juni neue Absatzrekorde auf HeizPellets24.de. Der hohe Bevorratungsstand in den Privathaushalten nimmt nun Druck aus dem Markt und Knappheitspreise wie im Spätsommer 2022, als der Tonnenpreis kurzzeitig auf 800 Euro schnellte, sind kaum zu befürchten. Mit etwas Glück könnten die Preise sogar während der Heizperiode stagnieren oder sinken, sodass sich neue Kaufchancen bieten. Kurzum: Der Pelletmarkt präsentiert sich im Herbst 2026 erfreulich langweilig. Eben genau so, wie es beim Heizen sein sollte. Gemütlich warm, aber nicht überhitzt. -ok-

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