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Preistrend dreht: Pelletsnachfrage auf Rekordniveau

Am Pelletmarkt herrscht trotz Ferienzeit absolute Hochkonjunktur. Nach einem zähen Frühjahrsgeschäft mit wenig Nachfrage und sukzessive fallenden Preisen zeigt sich seit Ende Juni ein regelrechter Run auf Holzpellets. „Billiger wird es diesen Sommer nicht und wer bis zum Herbest wartet, zahlt wahrscheinlich drauf“, so die einschlägige Kundenmeinung. In der Tat zeigt sich nach dem „soft Landing“ der Pelletpreise im Juni ein rascher Trendwechsel und die Nachfrage bei HeizPellets24 ist rekordverdächtig hoch. In den ersten zehn Juli-Tagen wurden bereits doppelt so viele Pellets auf der Plattform umgesetzt wie im gesamten Mai 2026.

Seit dem bisherigen Jahrestief der Pelletpreise vor gut zwei Wochen, ist der Preis je Tonne lose Holzpellets in Deutschland von ca. 350 Euro auf 375 Euro gestiegen. In Österreich wurde zum Start in den Juli die 400-Euro-Marke überschritten. Sackware ist ca. zehn bis 15 Prozent teurer als lose Holzpellets. Der relativ kleine Schweizer Markt, zeigt sich knapp unter 430 Franken je Tonne vorerst preisstabil.

Warum werden Pellets aktuell wieder teurer? Die Kälteperiode im vergangenen Winter hat viele Lager geleert. Währen der Preisrutsch im Frühjahr von den meisten Verbrauchern aufmersam beobachtet wurde, hat sich nun die Auffassung durhgesetzt, dass es Zeit ist, zu kaufen. Die Bevorratungswelle verstärkt sich dabei selbst: Der Richtungswechsel beim Preistrend zieht neue Käufer in den Markt, die davon ausgehen, dass sich das Spekulationszeitfenster zügig schließt. Trotz oder gerade wegen der plötzlich steigenden Preise ist die Nachfrage im Juli weiterhin rekordverdächtig hoch. Bei HeizPellets24 wechseln derzeit täglich über 3.000 Tonnen Holzpellets den Besitzer.

Gleichzeitig ist der Rohstoffnachschub knapper als üblich. Rundholz war zu Jahresbeginn so teuer wie seit 35 Jahren nicht mehr und die schwache Baukonjunktur lässt in den Sägewerken weniger Späne anfallen - der Grundstoff für Pellets. Gestiegene Energie- und Transportkosten tun ihr Übriges.

Ein Rückfall in den Abwärtstrend mit Preisen im Bereich von 300 Euro je Tonne Holzpellets ist in diesem Sommer daher kaum mehr zu erwarten - stattdessen geht es in Richtung 400 Euro. Dennoch ein kleiner Trost: Pelletwärme bleibt mit rund 7,4 Cent pro Kilowattstunde gut ein Drittel günstiger als Heizöl und liegt auch klar unter den Kosten für Erdgas.

Wie gestalten sich die Aussichten für das zweite Halbjahr? Wer jetzt Pellets bestellt, liegt nah am bisherigen Jahresdurchschnittspreis für 2026. Dieser ist in Deutschland bei gut 370 Euro je Tonne zzgl. Einblaspauschale zu verorten. Der Jahresdurchschnitts 2025 lag bei 318 Euro je Tonne. Auf eine Preisentspannung vor dem Beginn der Heizperiode im Oktober zu spekulieren, scheint entsprechend der aktuellen Marktlage allerdings wenig erfolgversprechend. Schnäppchenjäger könnten eher zum Jahresende noch einmal Glück haben, wenn die Bevorratungswelle durch ist und es bis Weihnachten mild bleibt. -ok-

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