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Fallende Ölpreise erreichen Heizölkunden

Die Ölpreise geben zum Wochenstart deutlich nach. Einem Medienbericht zufolge setzt US-Präsident Donald Trump vorerst weiter auf Gespräche mit dem Iran. Im Landesdurchschnitt wird Heizöl in Deutschland heute günstiger, in der Schweiz sogar spürbar, in Österreich bleiben die Preise nahezu unverändert.

Am Freitag legte vor allem Gasöl kräftig zu und schloss mit 1.478,00 US-Dollar je Tonne um 43,50 US-Dollar höher. Brent beendete den Oktober auf dem höchsten Stand seit sechs Monaten, die US-Sorte WTI erreichte im Tagesverlauf die Marke von 105 US-Dollar je Barrel, kam aber nicht darüber hinaus. Am Montag geht es abwärts. Brent kostet am Vormittag 108,90 US-Dollar und damit gut 4,50 US-Dollar weniger als zum Handelsschluss am Freitag. WTI rutscht mit 99,94 US-Dollar unter die Marke von 100 US-Dollar. Gasöl verliert 51,75 US-Dollar auf 1.426,25 US-Dollar je Tonne und gibt den Freitagsgewinn damit mehr als vollständig wieder ab. Der Euro steht bei 1,12 US-Dollar.

Auftrieb hatten am Freitag neue Meldungen aus Saudi-Arabien und Russland gegeben. Die Huthi-Miliz aus dem Jemen meldete weitere Angriffe auf saudische Ölanlagen. Zudem soll die Ukraine wieder eine russische Raffinerie angegriffen haben, nur einen Tag nachdem ein Bericht über eine Pause solcher Angriffe erschienen war. An dieser Pause hatte der Markt ohnehin seine Zweifel.

Über das Wochenende drehte die Stimmung. Nach einem Bericht des US-Nachrichtenportals Axios drängte Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu in einem Telefonat am Samstag darauf, den Iran direkt nach den US-Kongresswahlen am Dienstag anzugreifen. Trump wolle den Verhandlungen jedoch zunächst eine Chance geben. US-Außenminister Marco Rubio erklärte am Samstag, über neue Militärschläge sei noch nicht entschieden, der Präsident bevorzuge eine Lösung am Verhandlungstisch. Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi verhandelte am Samstag in Katar weiter mit den Vermittlern. Im Fernsehsender Al Jazeera sagte er, Teheran habe angeboten, die Straße von Hormus binnen zwei statt sieben Tagen zu öffnen. Im Gegenzug verlange das Land weiterhin die Aufhebung der Sanktionen, die nach dem gescheiterten Vorabkommen von Mitte Juni verhängt worden waren, die Rückkehr der Ausnahmen für den Ölhandel, die Freigabe eingefrorener Gelder und weniger US-Truppen in der Region.

Das Ölförderbündnis OPEC+ bestätigte am Sonntag seinen Kurs. Sieben Mitgliedsländer, darunter Saudi-Arabien und Russland, beließen ihre Förderziele für Dezember auf dem Niveau von September, wie es der Markt erwartet hatte. In den vergangenen Monaten hatten viele der Länder ihre Vorgaben wegen des Iran-Kriegs verfehlt. Die nächste Überprüfung ist für den 29. November geplant. Beim Angebot bleibt das Bild gemischt. Rohöl fließt aus dem Persischen Golf trotz der Angriffe auf Schiffe wieder fast in Vorkriegsmengen, bei verarbeiteten Ölprodukten bleiben die Lieferungen dagegen eingeschränkt. Aus den USA meldete die Energiebehörde EIA für August eine leicht gestiegene Rohölförderung, die Ölnachfrage im Land lag dagegen 2,9 Prozent unter dem Vorjahr.

Der Liter Heizöl kostet im Bundesschnitt 1,71 Euro, rund zwei Cent weniger als am Vortag. Günstiger wird es in allen Bundesländern, am deutlichsten im Norden und Nordosten, wo der Preis in Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg um fast vier Cent nachgibt. Angespannt bleibt die Lage am Rhein. Der Pegel Kaub ist bis Montagfrüh auf 19 Zentimeter gefallen, und auch die Prognose bis Donnerstag sieht kaum Besserung. Die Schiffe können damit nur stark begrenzt beladen werden.

In Österreich bleibt der Liter mit 1,85 Euro nahezu auf Vortagesniveau, nur im Osten geben die Preise leicht nach. Deutlich in Bewegung ist dagegen die Schweiz. Dort sinkt der Liter um knapp fünf Rappen auf 1,73 Franken, in den meisten Kantonen sogar um sechs bis sieben Rappen. Den Anstieg vom Wochenende hat der Preis damit mehr als ausgeglichen.

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