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Heizölpreise tasten sich nach unten

Die Ölpreise geben am Dienstag einen Teil ihrer Montagsgewinne wieder ab, und auch Gasöl notiert etwas schwächer. Nach dem deutlichen Anstieg zum Wochenstart streichen Anleger jetzt erst einmal Gewinne ein. Die Heizölpreise in Deutschland, Österreich und der Schweiz geben leicht nach und bleiben insgesamt aber auf dem Niveau der vergangenen Tage.

Der Montag war eigentlich schwach gestartet, im Tagesverlauf zogen die Ölpreise aber deutlich an und erreichten bis zum frühen Abend ihre Tageshochs. Davon ist heute schon wieder ein Teil weg. Die Nordseesorte Brent kostet aktuell 104,99 US-Dollar je Barrel und damit rund anderthalb Prozent weniger als zum Montagsschluss, die amerikanische Ölsorte WTI steht bei 92,17 US-Dollar. Gasöl zeigt im Chart zwar ein größeres Minus, das hat aber vor allem mit dem Kalender zu tun. Denn seit heute gilt der Preis für Lieferungen im November. Gemessen am Montagsschluss dieses Novemberpreises hat Gasöl nur leicht nachgegeben.

Für den Anstieg am Montag hatte gleich eine ganze Reihe von Meldungen gesorgt. Die vom Iran unterstützten Huthi aus dem Jemen hatten am Wochenende mehrfach den Flughafen der saudischen Hauptstadt Riad angegriffen. Dabei starben mehrere Menschen. Der Airport bleibt jetzt bis einschließlich Samstag geschlossen. Ein Mitglied der Huthi-Führung bezeichnete saudische Ölanlagen und Flughäfen gegenüber der Nachrichtenagentur AFP am Montag sogar als „legitime Ziele“. Dazu kamen am Nachmittag neue Angriffe auf Tanker rund um den Persischen Golf. Die Sorge, dass die Gewalt auch die Ölförderung in der Region treffen könnte, stützt die Preise also weiter. US-Präsident Trump kündigte am Montag im Weißen Haus zwar erneut ein baldiges Kriegsende an. Ein Durchbruch zwischen Washington und Teheran, die weiter über Vermittler Botschaften austauschen, ist allerdings bislang nicht in Sicht.

Ebenfalls am Montag wuchsen die Zweifel am Diesel-Abkommen mit Russland, das Lieferungen an die USA und die Weltmärkte vorsieht. Senatoren der Republikaner und der Demokraten halten es für einen Verstoß gegen ein Gesetz aus dem Jahr 2022, Trump hat die Vereinbarung aber mit Blick auf Landwirte und Kraftstoffpreise verteidigt. Die von ihm verkündete Waffenruhe für Energieanlagen hatte der Kreml bis Montag nicht bestätigt, und der ukrainische Präsident Selenskyj wirft Russland bereits einen Bruch vor. Etwas mehr Orientierung könnte dann heute Nachmittag der Monatsbericht der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) bringen. Ihr Generalsekretär Al Ghais hat die Erwartung an das Nachfragewachstum in diesem Jahr bereits deutlich gesenkt. Die US-Lagerdaten des Branchenverbands API kommen wegen eines Feiertags erst am Mittwochabend.

Der deutsche Bundesschnitt liegt heute bei 1,69 Euro je Liter und damit knapp unter dem gestrigen Wert. Seit dem Sprung in der vergangenen Woche kommen die Heizölpreise nur mäßig vom Fleck, immerhin geht es seit einigen Tagen aber leicht nach unten. Schon aus dem Wochenende kamen die Preise etwas schwächer heraus, und das haben viele Verbraucher gleich genutzt, um ihren Tank aufzufüllen. Zum Wochenstart war die Nachfrage deshalb so hoch wie seit Mitte September nicht mehr. Bis zum Monatstief von rund 1,61 Euro vom 7. Oktober sind es noch acht Cent, zum Monatshoch von rund 1,79 Euro Mitte September zehn Cent. Wer gerade nachfüllen muss, kauft also ungefähr in der Mitte dessen, was der Liter in den vergangenen vier Wochen gekostet hat.

In Österreich kostet der Liter heute 1,82 Euro, und auch dort hat sich seit Mitte vergangener Woche nicht viel getan. Bis zum Monatstief von rund 1,79 Euro fehlen gerade mal drei Cent. In der Schweiz steht der Liter bei 1,72 Franken und hat sich von seinem Monatshoch von gut 1,75 Franken Ende vergangener Woche nach und nach entfernt.

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