Marktdetails

Öl- und Heizölpreise warten auf Impulse

Die Ölpreise verharren am Donnerstag auf dem Niveau der Vortage. Brent bewegt sich um die 80 US-Dollar-Marke und wartet auf neue Impulse vom Persischen Golf. Dort hatten der Iran und Oman zuletzt von Fortschritten berichtet, die Hoffnung an den Ölbörsen sät. Die Heizölpreise in Deutschland, Österreich und der Schweiz bewegen sich am Vormittag wenig und halten aktuell ihr Vortagesniveau.

Die Ölpreise zeigen sich am Donnerstag noch richtungslos und bleiben auf Vortagesniveau. Die Aussicht auf eine befahrbare Route durch die Straße von Hormus, die vom Iran und Oman abgesegnet ist, hält die Preise für die Nordseesorte Brent und die amerikanische Ölsorte WTI erstmal in Schach. Brent notiert am Morgen bei 79,52 US-Dollar, WTI bei 75,03 US-Dollar.

Der Markt schaut gespannt auf den Persischen Golf, wo fortschreitende Gespräche für Optimismus sorgten. Nach Darstellung des iranischen Außenministeriums steht inzwischen fest, auf welcher Linie Handelsschiffe die Meerenge passieren dürfen. Eine gemeinsame Erklärung mit Maskat soll folgen, sobald die letzten Abstimmungen erledigt sind. Der iranische Ministeriumssprecher Esmail Baghaei verband die Ankündigung mit einer Warnung an dritte Staaten, sich herauszuhalten. Sein Vize Kazem Gharibabadi nahm zusätzlich Tempo heraus und sprach von einer Übergangsregelung für zwei bis vier Monate, aus der bei gutem Verlauf der Verhandlungen mehr werden könnte.

Von Ruhe auf See ist die Region trotzdem weit entfernt. Die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz aus dem Jemen nimmt weiterhin saudische Öltanker unter Beschuss. Vor der jemenitischen Küste detonierte in der Nacht erneut ein Geschoss neben einem Tanker, die Mannschaft blieb unverletzt.

Am Terminmarkt für Gasöl, an dem der Heizölpreis hängt, ging der Mittwoch mit einem kräftigen Plus zu Ende. Gestützt haben die Notierung auch geschrumpfte amerikanische Bestände an Destillaten (Diesel und Heizöl) um 3,5 Millionen Barrel, wie das Department of Energy (DOE) gestern mitteilte. Dagegen konnten die Rohölbestände zulegen. Am Donnerstag bröckelt dieser Aufschlag bereits wieder ab.

Durch die festere Gasölbewegung im gestrigen Handel wurde die Abwärtsbewegung der Heizölpreise am Morgen erstmal gestoppt. Im deutsches Bundesdurchschnitt kostet Heizöl aktuell knapp 1,25 Euro je Liter. Das sind 0,2 Cent je Liter mehr im Vergleich zu gestern. Dennoch entpuppt sich der noch junge August als verbraucherfreundlich. Seit Monatsbeginn kam der Heizölpreis bereits knapp neun Cent je Liter zurück und Potenzial nach unten ist vorhanden. In Anbetracht der nächsten Heizsaison, die gängig ab Oktober startet, ist noch Spekulationsraum vorhanden. Vorausgesetzt der Tank gibt das her. Beachtet werden sollte auch immer die Lieferzeit, die erfahrungsgemäß mit höherem Bestellvolumen anzieht.

In Österreich kostet der Liter 1,57 Euro und konnte im laufenden Monat sieben Cent je Liter im Vergleich zu den Juli-Hochständen verlieren. Die Heizölpreise in der Schweiz liegen aktuell bei 1,32 Franken je Liter. Das sind rund 18 Rappen weniger als zum Juli-Hoch. Wer bestellen muss, hat im August also deutlich moderatere Kaufzeitfenster als im Vormonat.

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