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Heizölpreise gehen teurer ins Wochenende

Die Ölpreise bleiben am Freitag recht verhalten, obwohl die Angriffswelle am Persischen Golf fortgesetzt wird. Die jemenitische Huthi-Miliz droht nun auch Saudi-Arabien und neues Konfliktpotenzial bildet sich. Die Gasölpreise bleiben auf hohem Niveau und lassen Heizöl nicht von der Hand. Das zeigt sich bei den Inlandspreisen, die zum Wochenende weiter zulegen können.

An den Börsen bleibt es am Freitagmittag ruhiger. Brent, das Nordseeöl, notiert bei 85,31 US-Dollar pro Barrel und damit etwas schwächer als am Vortag. Die US-Sorte WTI liegt nahezu unverändert bei 80,25 US-Dollar. Gasöl, das für Heizöl maßgebliche Mitteldestillat, behauptet sich bei 1,177,25 US-Dollar pro Tonne.

Der Krieg am Persischen Golf geht in die nächste Runde und von Gesprächen zwischen der USA und dem Iran ist nichts in Sicht. In der Nacht auf Freitag flog das US-Zentralkommando CENTCOM die sechste Angriffswelle in Folge gegen iranische Ziele. Nach iranischen Angaben trafen die Schläge auch zivile Infrastruktur, darunter mehrere Brücken, einen Bahnhof und einen Flughafen in der Provinz Hormozgan. Teheran schlug zurück. Über die Iranischen Revolutionsgarden IRGC nahm der Iran US-Stützpunkte in Kuwait und Bahrain sowie Radaranlagen im Oman ins Visier.

Neu ist eine zweite Front, die den Ölmarkt nervös macht. Der Anführer der jemenitischen Huthi-Miliz drohte Saudi-Arabien mit Angriffen auf dessen Ölanlagen. Der Iran soll die Miliz zugleich auffordern, eine Sperre der Meerenge Bab el-Mandeb vorzubereiten. Das wäre heikel. Riad hatte seine Ausfuhren nach der Blockade der Straße von Hormus verstärkt über den Westhafen Yanbu und eben diese Meerenge umgeleitet. Fiele auch dieser Weg weg, würde sich das Nadelöhr für Öl aus der Region weiter verengen.

Auf der diplomatischen Bühne bewegt sich wenig. China und Pakistan riefen beide Seiten zu einer Waffenruhe und neuen Gesprächen auf. Das Weiße Haus erklärte, Präsident Trump bleibe gesprächsbereit. Trump selbst gab sich siegesgewiss und sprach davon, man gewinne im Iran deutlich. Die Internationale Energieagentur IEA mahnt dagegen zur Vorsicht und warnt vor wachsenden Risiken für die Energieversorgung, sollte sich die Lage an der Straße von Hormus in den kommenden Wochen nicht bessern.

Im Inland zieht sich die feste Tendenz konsequent durch die Woche und zum Wochenende müssen Verbraucher mit erneuten Aufschlägen rechnen. Je nach Region bewegt sich Heizöl in einer Preisspanne von +0,5 und +3.5 Cent je Liter. Vor allem der Norden und Mitteldeutschland bilden die Spitze. Insgesamt bleiben mit den Preisbewegungen nach oben durchschnittlich zwei Cent je Liter mehr zu gestern stehen. Im Bundesschnitt kostet der Liter 1,33 Euro.

Auch in Österreich und der Schweiz müssen Verbraucher aktuell durchschnittlich einen Cent bzw. Rappen je Liter draufzahlen. Das Tagesmittel liegt mit 1,54 Euro bzw. 1,38 Franken über dem jeweiligen Julidurchschnitt von und liegt damit deutlich über dem Juli-Mittel von 1,40 Euro in Österreich bzw. 1,23 Franken in der Schweiz.

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